Antifa Saar / Projekt AK
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Archiv // Texte // Totgeglaubte leben scheinbar länger: die Gruppe basis meldet sich zu Wort



An die Antifa Saar / Projekt AK

Öffentliche Antwort auf eure Pressemitteilung „Antiisraelische Schläger prügeln auf Antifaschisten ein“

Im Gegensatz zur Darstellung in eurer Presseerklärung: Der Krieg des israelischen Staates gegen den Libanon ist kein Verteidigungskrieg. Genauso wie die Kriege in Afghanistan und im Irak zielt dieser auf die Neuordnung der Region, auf Machtabsicherung und –ausweitung. Die Frage liegt auf der Hand, welches Land wird das nächste sein, und wer steht wo?

Wir verstehen uns als Teil der internationalen Antikriegsbewegung. An der Frage Gegnerschaft oder Befürwortung von imperialen Kriegen und Militärinterventionen haben sich in der Geschichte immer wieder Linke geoutet, und das Geschäft der ideologischen Mobilmachung mitbetrieben.

Eure Presseerklärung hat genau das zum Inhalt! Wir wollen den in eurer Erklärung verbreiteten Blödsinn gar nicht auseinandernehmen. Die Erklärung spricht für sich, in ihrer Anmaßung, in ihrer Verlogenheit, in ihrem Metropolenchauvinismus. Sie ist ein Hohn auf die Opfer in Israel, in Palästina und im Libanon.

Und sie ist Ausdruck einer Politik, die sich schon lange nicht mehr zum Ausgangspunkt von Veränderungen macht.

Was im Grunde seit der Mobilisierung gegen den Irakkrieg unausgesprochene Tatsache ist, wollen wir hier noch mal öffentlich klarstellen: Wir werden nicht mehr mit Antifa Saar / Projekt AK zusammenarbeiten, in keinem Bündnis, in keiner Initiative, nirgendwo.

Politik ohne Konsequenzen gibt es nicht.

S., U., A.

(Auch wenn wir uns als Gruppe basis nicht mehr öffentlich zu Wort melden, sind wir weiterhin in unterschiedlichen Bereichen politisch aktiv)

25. Juli 2006

(basis@handshake.de)